Der Dirigent

Friedrich Praetorius

Friedrich Praetorius wurde 1996 in Lutherstadt Wittenberg geboren und erhielt als Mitglied des Thomanerchores zu Leipzig seine erste musikalische Ausbildung, die neben dem Gesang auch Instrumentalunterricht (Klavier und Cello) einschloss.
Als Knabensolist war er regelmäßig in der Thomaskirche und in der Oper Leipzig zu hören. Unter anderem wirkte er auch bei Mendelssohns „Elias“ unter Kurt Masur mit.

Seit Oktober 2015 studiert er Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert, Prof. Ekhart Wycik und GMD Markus L. Frank. Praktische Zusammenarbeit führten ihn bereits zu der Jenaer Philharmonie, den Stuttgarter Philharmonikern, dem L´Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, zur Thüringen Philharmonie Gotha, zur Nordböhmischen Philharmonie Teplice, zum Karlsbader Sinfonieorchester, zum Leipziger Sinfonieorchester sowie zum Jugendsinfonieorchester Leipzig. Mit dem 2015 von ihm gegründeten „Jungen Mitteldeutschen Kammerorchester“ leitete er schon mehrere Benefizkonzerte zu Gunsten des Hospiz „Bärenherz“ und des Hospiz „Advena“.

Von Oktober 2016 bis Juni 2018 übernahm er die musikalische Leitung des Blasorchesters SCHOTT Jena. Friedrich Praetorius ist darüber hinaus Gründungsmitglied und musikalischer Leiter des Vereins „Junge Mitteldeutsche Kammeroper e.V.“, sowie des 2012 gegründeten Vokalensembles „Adorabili“. Im Februar 2017 feierte er mit der Jungen Mitteldeutschen Kammeroper (JMKO) sein Debüt im Graben als Operndirigent. Die Produktion „Colas, der Schauspieldirektor“ setzte sich aus Mozarts „Bastien und Bastienne“ und dem „Schauspieldirektor“ zusammen. In der zweiten Produktion der JMKO übernahm er die musikalische Leitung der Opernproduktion „Il barbiere di Siviglia“ von Giovanni Paisiello im September 2018.

Konzertreisen mit Adorabili führten ihn unter anderem nach Südkorea, Belgien und Rumänien. Von Juni bis September 2017 wurde er am Meininger Theater für die musikalische Assistenz und Korrepetitionsaufgaben für die Produktion „Tosca“ (Spielzeit 17/18) ausgewählt. Anschließend wirkte er im September bei der Produktion „Le Grand Macabre“ von György Ligeti mit, wobei er diesmal den Cembalo- sowie den celestapart übernahm. Nach gewonnenem Probedirigat im Dezember 2017 ist Friedrich Praetorius nun Chefdirigent des Wendland-Sinfonieorchesters.

Von Januar bis März 2018 hatte er ein Korrepetitionspraktikum verbunden mit einer musikalischen Assistenz an der Oper Leipzig für die Produktion „Tannhäuser“. Die Regie wird Calixto Bieito führen; GMD Ulf Schirmer leitet die Produktion.
Im Rahmen des Opernfestivals „Oper Oder-Spree“ hatte er im Sommer 2018 eine musikalische Assistenz für die Produktion „Jedermann“ (nach Hugo von Hofmannsthal), welche auch mehrere Dirigate von Vorstellungen beinhaltete.

Von Oktober 2018 bis Juli 2019 studierte Friedrich Praetorius im Rahmen des ERASMUS-Förderprogrammes am Conservatorio di Milano „Giuseppe Verdi“ bei Maestro Daniele Agiman. Nach erfolgreichem Probedirigat durfte er innerhalb einer Hochschulproduktion Mozarts „Don Giovanni“ assistieren.
Weitere Impulse bekam er durch Kurse bei Christian Thielemann, Stefan Blunier, Georg Christoph Biller, Steffen Schleiermacher und David Timm.