Der Dirigent

Friedrich Praetorius

Friedrich Praetorius wurde 1996 in Lutherstadt Wittenberg geboren und erhielt als Mitglied des Thomanerchores zu Leipzig seine erste musikalische Ausbildung, die neben dem Gesang auch Instrumentalunterricht (Klavier und Cello) einschloss. Als Knabensolist war er regelmäßig in der Thomaskirche und in der Oper Leipzig zu hören. Unter anderem wirkte er auch bei Mendelssohns „Elias“ unter Kurt Masur mit.

Des Weiteren nahm er an einigen CD-Produktionen teil, wo beispielhaft die Aufnahme des Sopran-Solos aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach im Jahre 2009 zu erwähnen ist. Er gewann mehrere Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Regional- und Landesebene. Mit dem Amt des 1. Präfekt erhielt er von Thomaskantor Georg Christoph Biller und Universitätsmusikdirektor David Timm Dirigierunterricht und war für die Assistenzaufgaben des Thomaskantors in Form von Probenleitung und Dirigieren in Gottesdiensten und Motetten verantwortlich.

Seit Oktober 2015 studiert er Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Markus L. Frank, Ekhart Wycik und Nicolás Pasquet. Praktische Zusammenarbeit führten ihn bereits zu der Jenaer Philharmonie, zur Thüringen Philharmonie Gotha, zur Nordböhmischen Philharmonie Teplice, zum Leipziger Sinfonieorchester sowie zum Jugendsinfonieorchester Leipzig. Mit dem 2015 von ihm gegründeten „Jungen Mitteldeutschen Kammerorchester“ leitete er schon mehrere Benefizkonzerte zu Gunsten des Hospiz „Bärenherz“ und des Hospiz „Advena“.

Im Oktober 2016 übernahm er die musikalische Leitung des Blasorchesters SCHOTT Jena. Friedrich Praetorius ist darüber hinaus Gründungsmitglied und musikalischer Leiter des Vereins „Junge Mitteldeutsche Kammeroper e.V.“, sowie des 2012 gegründeten Vokalensembles „Adorabili“. Im Februar 2017 feierte er mit der Jungen Mitteldeutschen Kammeroper sein Debüt im Graben als Operndirigent. Die Produktion „Colas, der Schauspieldirektor“ setzte sich aus Mozarts „Bastien und Bastienne“ und dem „Schauspieldirektor“ zusammen. Konzertreisen mit Adorabili führten ihn unter anderem nach Südkorea und Belgien. Von Juni bis September 2017 wurde er am Meininger Theater für die musikalische Assistenz und Korrepetitionsaufgaben für die Produktion „Tosca“ (Spielzeit 17/18) ausgewählt.

Außerdem ist er als Komponist und Arrangeur tätig, was ihn zu einer Zusammenarbeit mit dem Thomanerchor Leipzig, dem Kammerchor der HfM Weimar, dem Vokalensemble „amarcord“ sowie dem Vokalensemble „Sjaella“ geführt hat.